In KNX- oder DALI-basierten 24V-Konstantspannungssystemen ist Spannungsabfall kein Leuchtenfehler, sondern ein Planungsparameter der Niedervolt-Gleichstromversorgung. Sobald zwischen 24V-Netzteil, Controller oder Dimmer und LED Spot Kabel liegen, bestimmen Leitungslänge, Last, Kabelquerschnitt und Kreisaufteilung die tatsächlich ankommende Eingangsspannung. Was zählt, ist die Spannung am ungünstigsten Spot, nicht nur der 24V-Ausgang am Netzteil.
TILLUME 24V LED Spots nutzen eine interne Treiberschaltung und bleiben stabil, solange die Mindest-Eingangsspannung von 22V nicht unterschritten wird. Mit IEC/VDE-orientierter Leitungsplanung, zentralen, raumweisen oder halb-dezentralen Versorgungslayouts sowie TILLUME 24V-DC-Netzteilen, DALI Controllern und realistischen Leitungsdaten lässt sich dieses Risiko sauber planen.
Wobei dieser Artikel hilft
- Spannungsabfall als Systemfrage aus Netzteilposition, Controllerposition, Leitungslänge, Last und Kabelquerschnitt bewerten.
- Zentrale, halb-dezentrale und zonenweise 24V-Versorgung ohne vorschnelle Entweder-oder-Entscheidung vergleichen.
- Die Bedeutung von 22V Mindest-Eingangsspannung, oberem Eingangsbereich und langfristiger Spannungsreserve verstehen.
- Typische Fehler vermeiden: zu viele Spots pro Strang, zu lange 24V-Leitungen, falsche Verdrahtungsart oder blind hochgedrehte Netzteilspannung.
Die 24V LED Spot Ratgeber-Serie
Dieser Artikel gehört zur TILLUME Ratgeber-Serie für modulare 24V LED Spot Systeme. Wer gerade ein Projekt plant, kann die Beiträge der Reihe nach lesen: von der Spot-Auswahl über Lichtqualität und Tunable White bis zu Spannungsabfall, Dimmung und KNX/DALI-Integration.
Grundentscheidungen zu 24V-Konstantspannung, DALI, KNX und modularer Lichtplanung. S1-01. Tunable White LED Rosastich Lösung
Warum manche Tunable-White-Spots rosa wirken und wann eine präzisere CCT-Range hilft. S1-02. CRI, Ra und R9 bei LED-Beleuchtung
Farbwiedergabe für Holz, Hauttöne, Speisen und Innenräume richtig bewerten. S1-03. TILLUME LED Spot 4W vs 6W vs 8W
Leistung, Lumen und Strom pro Kreis als Grundlage für die Spannungsabfallplanung. S1-04. Tunable White LED Spot: CCT, Dual White und Dim to Warm
CCT und Tunable-White-Logik verstehen, bevor Sie DT8-Kanäle planen.
Netzteilposition, Controllerposition, Leitungslänge, Kabelquerschnitt und Mindest-Eingangsspannung gemeinsam planen.
Dimmwege, Controller-Kanäle und Systemintegration sauber trennen. S1-07. 24V LED Spot Modularsystem & Leuchtenwahl
TILLUME 24V LED Module mit Leuchtengehäusen, Modularsystem-Logik und Installationsprüfung kombinieren. S1-08. 24V LED Spot mit MDT KNX Aktor
KNX-Aktor-Kanäle, MDT-Komponenten und 24V-Konstantspannungs-LED-Lasten sauber zusammenbringen. S1-09. 24V LED Spot mit Lunatone DALI
24V LED Spot Gruppen mit DALI oder DALI-2 Controllern, Adressen, Kanälen und Netzteil-Dimensionierung planen. S1-10. 24V LED Spot mit Loxone
Einordnen, wo Loxone Controller, Dimmer und 24V LED Spot Module in einer Smart-Home-Lichtplanung sinnvoll sind.
1Einstieg aus der Praxis: Zentrale oder dezentrale Versorgung planen
Bei der Planung einer 24V-Beleuchtungsanlage beginnt man selten mit der Formel. Meist steht zuerst eine praktische Frage im Raum: Wo beginnt die 24V-Versorgung, wo sitzen Netzteil, Treiber oder Controller, wie lang werden die 24V-Leitungen und warum können einzelne Spots am Ende eines Strangs dunkler wirken? In KNX- oder DALI-Projekten tauchen dafür vor allem zwei Grundlayouts für Versorgung und Ansteuerung auf.
| Layout | Typischer Aufbau | Vorteil | Worauf achten? |
|---|---|---|---|
| Zentrale 24V-Verteilung | 24V-Netzteil, Dimmer oder Controller sitzen an einem gut zugänglichen Technikpunkt; von dort laufen 24V-Leitungen zu Spots oder Lichtgruppen. | Übersichtliche Wartung, klare Absicherung, gute Zugänglichkeit. | Längere 24V-Leitungen können Spannungsabfall und Leitungsverluste erhöhen. |
| Dezentrale oder zonenweise Versorgung | 230V wird näher an die Lichtzone geführt; dort sitzen je nach System DALI-EVG, Treiber, Dimmer plus Netzteil, zonennahes 24V-DC-Netzteil oder Controller. | Kürzere 24V-Versorgungs- und Lastleitungen, weniger Spannungsverlust, flexible Gruppenbildung. | Mehr Planungsaufwand für Kreise, Kanäle, Absicherung, Zugänglichkeit, Wärme und Service. |
Spannungsabfall entsteht nicht, weil ein LED Spot fehlerhaft ist, sondern weil jedes Kabel einen Widerstand hat. Fließt Strom, fällt ein Teil der Spannung auf dem Kabelweg ab. Für die Auslegung zählt deshalb vor allem die tatsächliche Länge und Belastung der 24V-Seite hinter Netzteil, Treiber oder Controller-Kanal.
Die wichtigsten Gegenmaßnahmen sind eine Kombination aus Layout und elektrischer Planung: 24V-Leitungen möglichst kurz halten, den Kabelquerschnitt passend wählen, hohe Ströme auf mehrere Kreise oder Controller-Kanäle verteilen, Netzteile mit Reserve planen und die Eingangsspannung am Spot innerhalb des erlaubten Bereichs halten.
2Kreisaufteilung und Kabelquerschnitt: Erst Last reduzieren, dann Leitung auslegen
Die Aufteilung der 24V-Stromkreise sollte nicht erst beginnen, wenn zentrale oder dezentrale Versorgung bereits festgelegt ist. Sinnvoller ist die umgekehrte Reihenfolge: Zuerst werden reale Leuchtenpositionen, Lichtgruppen, Raumzonen und erwartete Leitungslängen betrachtet. Danach lässt sich bewerten, ob eine zentrale 24V-Verteilung, eine raumweise beziehungsweise halb-dezentrale Lösung oder eine lastnähere Position von 24V-Netzteil, Dimmer oder Controller besser passt.
Der wichtigste elektrische Hebel ist nicht sofort ein größerer Kabelquerschnitt, sondern eine saubere Aufteilung der Last: Je weniger Strom über einen einzelnen 24V-Strang oder Controller-Kanal fließt, desto geringer fällt der Spannungsverlust auf diesem Kabelweg aus.
Genauso wichtig ist die Verdrahtungsart innerhalb eines Kreises. Bei 24V-Systemen sollte zuerst eine sternförmige Verdrahtung oder eine Aufteilung in mehrere kurze Abgänge geprüft werden. So bleibt die Spannung an den einzelnen Spots meist gleichmäßiger. Eine lange durchverdrahtete Linie mit vielen Leuchten hintereinander führt schneller zu Unterschieden zwischen nahem und entferntem Spot. Wird trotzdem eine durchgehende Linie geplant, sollten Anfang und Ende des 24V-Strangs zum Netzteil beziehungsweise zum definierten Einspeisepunkt zurückgeführt werden. Die Spots bleiben dabei parallel an 24V DC versorgt; es geht nicht um eine Reihenschaltung der Leuchten.
| Planungsfrage | Risiko bei schlechter Planung | Bessere Entscheidung |
|---|---|---|
| Wie viele Spots hängen an einem Kreis? | Hoher Gesamtstrom und größerer Spannungsabfall am Leitungsende. | Last auf mehrere Kreise oder Kanäle verteilen. |
| Wie lang ist der längste 24V-Strang? | Lange Leitung mit hoher Last wird kritisch. | Stränge kürzen oder Zone neu aufteilen. |
| Welcher Kabelquerschnitt wird verwendet? | Zu kleiner Querschnitt erhöht Leitungsverlust. | 1,5 mm² für moderate Strecken, 2,5 mm² bei längerer Leitung oder höherer Last prüfen. |
| Welche Verdrahtungsart wird gewählt? | Eine lange Linie mit vielen Abgriffen erzeugt größere Spannungsunterschiede. | Sternförmige Verdrahtung oder mehrere kurze Abgänge zuerst prüfen; bei durchgehender Linie Anfang und Ende zum Einspeisepunkt zurückführen. |
- Leuchtenanordnung und Zonen klären – reale Spot-Positionen, Lichtgruppen und Nutzungsbereiche zuerst erfassen.
- Last pro Kreis reduzieren – weniger Spots oder geringere Gesamtleistung pro Strang.
- Verdrahtungsart bewerten – Stern, kurze Abgänge oder beidseitig eingespeiste Linie vergleichen.
- Leitungslänge verkürzen – durch andere Zonenaufteilung oder näher platzierte Technik.
- Kabelquerschnitt erhöhen – wenn Länge oder Strom es erfordern.
- Spannung am ungünstigsten Spot prüfen – berechnet oder später mit Multimeter gemessen.
Die Formel ΔU = 2 × L × I × ρ / A bleibt sinnvoll für die Endkontrolle. Für die Vorplanung reicht oft eine einfachere Frage: Fließt zu viel Strom über zu lange 24V-Leitungen? Als Normhintergrund deckt IEC 60364-5-52 die Auswahl und Errichtung von Niederspannungs-Leitungsanlagen ab und behandelt Spannungsfallgrenzen in Abschnitt 525. Nationale Umsetzung und Projektdetails muss der Elektroplaner oder Installateur prüfen.
3Controller-Anordnung: Zentrale Steuerung oder lastnahe Zonensteuerung
Der nächste Planungspunkt ist die Position des DALI- oder KNX-Controllers. In vielen Projekten sitzt der Controller zunächst gedanklich im Schaltschrank. Das ist übersichtlich und servicefreundlich, kann aber längere 24V-Lastleitungen zu den Spots erzeugen. Alternativ kann der Controller näher an einer Lichtzone platziert werden, damit die 24V-Leitungen zwischen Controller-Ausgang und LED Spots kürzer bleiben.
Die Controller-Position ist nicht nur eine Steuerungsfrage. Sie beeinflusst auch den Spannungsabfall, weil der kritische Strom auf der 24V-Seite zwischen Controller-Kanal und Leuchten fließt. Bei Tunable-White-Systemen beschreibt die DALI Alliance DT8(Tc) als DALI-Farbsteuerung für die Regelung der korrelierten Farbtemperatur nach IEC 62386 Teil 209. Das klärt die Steuerungsart; die 24V-Lastleitungen müssen trotzdem korrekt ausgelegt werden.
| Controller-Position | Vorteil | Prüfpunkte | Geeignet für |
|---|---|---|---|
| Zentral im Schaltschrank | Sehr gute Zugänglichkeit, klare Verdrahtung, einfache Dokumentation. | Kanalströme, Querschnitt und Verdrahtungsart müssen sauber geplant werden. | Kleine bis mittlere Räume, kurze Wege. |
| Lastnah in Zone oder Unterverteilung | Kürzere 24V-Lastleitungen, geringerer Spannungsabfall, flexible Gruppenbildung. | Zugänglichkeit, Wärme, Service und Abgangsstruktur prüfen. | Große Räume, lange Leitungswege, mehrere Lichtzonen oder Etagen. |
Für TILLUME DALI LED Controller bedeutet das: Der Controller sollte nicht isoliert nach Kanalzahl ausgewählt werden. Entscheidend ist, welche Last pro Kanal entsteht, wie lang die Leitung vom Controller zum ungünstigsten Spot ist, welche Verdrahtungsart innerhalb des Kanals gewählt wird und wie die Controllerposition zur bereits bewerteten Netzteilposition passt.
Schaltschrank: 24V-EingangDIN-3SU DT8 Controller für zentrale 24V-Verteilung und klare Kanalstruktur.
Zonennah: 24V-EingangKompakter DT8 Controller für dezentrale Lichtgruppen und kürzere 24V-Lastleitungen.
Zonenversorgung: 230V-EingangIntegriertes 100W Netzteil mit DALI DT8 Steuerung für 24V Tunable White Lasten.Hier wird der 22V-25V-Arbeitsbereich praktisch relevant: Ein 24V-Kreis mit TILLUME LED Spots hat zwischen oberer und unterer Eingangsgrenze grundsätzlich ein planbares Spannungsfenster von bis zu 3V. Dieser Wert muss vorsichtig behandelt werden. 25V ist eine Grenzspannung, kein bevorzugter Dauerbetriebspunkt. Für langfristige Anlagenplanung ist es besser, die höchste Spot-Spannung mit Reserve zu planen, zum Beispiel eher bis etwa 24,5V statt dauerhaft nahe 25V.
4Versorgungstechnik positionieren: Zentral, dezentral oder zonenweise
Nach Kreisaufteilung und Controllerposition folgt die Position der Versorgungstechnik. Bei TILLUME 24V LED Spots bestimmt das 24V-DC-Netzteil, wo die 24V-Versorgung beginnt. Für die Planung zählt deshalb zuerst die reale 24V-Seite: Wie lang ist der Weg vom Netzteil, Dimmer oder Controller-Kanal bis zum ungünstigsten Spot, wie hoch ist die Last und welcher Kabelquerschnitt wird verwendet?
Eine zentrale Lösung ist nicht falsch. Sie ist oft die sauberste Lösung, wenn die Leitungslängen kurz bleiben und die Last pro Kreis begrenzt ist. Eine dezentrale oder zonenweise Lösung wird interessant, wenn lange Strecken, mehrere Etagen, größere Räume oder hohe Lasten pro Zone entstehen. Dezentral heißt in der Praxis nicht automatisch "ein Treiber pro Spot", sondern häufig eine Versorgung pro Raum, Zone oder Lichtgruppe.
5Spot-Auswahl: Mindest-Eingangsspannung prüfen und Spannungsabfall-Reserve sichern
Erst wenn Kreisaufteilung, Controllerposition und Netzteilposition betrachtet wurden, ist die Spot-Auswahl technisch vollständig. Bei einem 24V-Kreis reicht die Frage "Wie viele Watt hat der Spot?" nicht aus. Sie müssen auch wissen, welche Eingangsspannung am Ende der Leitung tatsächlich am Spot ankommt und ob dieser Wert noch innerhalb des zulässigen Arbeitsbereichs liegt.
| Produkttyp | Mindest-Eingangsspannung | Obere Eingangsgrenze | Bedeutung |
|---|---|---|---|
| Fixed CCT Spot 6W / 8W | 22V | Je nach Serie prüfen; oberer Bereich nicht als Dauerziel planen. | Expert-Serien sind besonders relevant bei leitungsbedingt niedriger Eingangsspannung. |
| Tunable White Spot 6W+6W / 8W+8W | 22V | Je nach Serie prüfen; Master-Anwendungen können projektbezogen leicht erhöhte Spannung nutzen. | Konkrete Serie und Anwendung prüfen; bei Grenzfällen TILLUME abstimmen. |
Zwischen dem 24V-Nennwert des Systems und der 22V-Grenze am Spot liegt eine Spannungsabfall-Reserve von bis zu 2V. Betrachtet man den vollständig zulässigen Eingangsspannungsbereich von 22V bis 25V, ergibt sich theoretisch ein Toleranzfenster von bis zu 3V zwischen höchster und niedrigster Spot-Spannung. In der Praxis sollte dieses Fenster nicht vollständig als Dauerreserve verplant werden: 25V ist ein Grenzwert, kein empfohlener Dauerbetriebspunkt.
TILLUME 24V-DC-Netzteile lassen sich am Ausgang typischerweise im Bereich von 23V bis 27V einstellen. Diese Einstellmöglichkeit kann bei der Inbetriebnahme helfen, kleine Spannungsverluste auszugleichen. Sie ersetzt keine korrekte Leitungsplanung und sollte nicht dazu führen, dass Spots dauerhaft am oberen Grenzbereich betrieben werden.
Konkrete Beispiele mit TILLUME 24V LED Spots, 24V-DC-Netzteilen, DALI DT8 Controllern, typischen Leitungslängen und Spannungsabfall-Rechnung werden im ergänzenden Praxisartikel 24V LED Spot Konfiguration: Beispiele für Netzteil, DT8 Controller und Spannungsabfall gesammelt.
Je nach TILLUME Serie gibt es zusätzliche Schutz- und Stabilitätsfunktionen, etwa Softstart, PTC-basierte Strombegrenzung oder eine aktive Strombegrenzung bei bestimmten Tunable-White-Modellen. Das hilft beim Einschaltverhalten, bei thermischer Belastung und bei einzelnen Grenzfällen.
Diese Funktionen ersetzen aber keine korrekte Planung von Netzteil, Controller-Kanal, Leitungslänge und Kabelquerschnitt. Sie bedeuten auch nicht, dass ein Spot dauerhaft außerhalb seiner Spezifikation betrieben werden darf. Welche Schutzfunktion konkret vorhanden ist, hängt von der jeweiligen Produktserie ab.
6Layout-Entscheidung: Zentrale, halb-dezentrale und dezentrale Versorgung sauber bewerten
Bei 24V LED-Systemen gibt es kein pauschal bestes Layout. Zentral, halb-dezentral und dezentral können alle funktionieren. Entscheidend sind die konkreten Leitungswege, die Last pro Kreis, der Kabelquerschnitt, die Controllerposition, die Netzteilposition und der zulässige Arbeitsbereich der Spots.
| Layout | Vorteil | Risiko | Wann sinnvoll? |
|---|---|---|---|
| Zentrale 24V-Verteilung | Übersichtliche Wartung, klare Absicherung, einfache Dokumentation. | Lange 24V-Leitungen können Spannungsverlust erhöhen. | Kleine bis mittlere Räume, kurze Leitungswege, klare Kanalstruktur. |
| Halb-dezentral / zentral pro Raum | Kürzere Leitungen als rein zentral, weniger Geräteorte als vollständig dezentral. | Wartung, Dokumentation und Wärme müssen sauber geplant werden. | Räume mit mehreren Lichtgruppen, mittlere Leitungslängen. |
| Dezentral oder zonenweise nahe der Last | Kürzere 24V-Leitungen, weniger Spannungsabfall, bessere Zonenaufteilung. | Mehr Gerätepositionen, Zugänglichkeit, Absicherung und Wärmeabfuhr prüfen. | Große Räume, lange Leitungswege, mehrere Lichtzonen oder Etagen. |
- Zentrale Versorgung bleibt sinnvoll, wenn Leitungswege kurz oder ausreichend dimensioniert sind.
- Halb-dezentrale oder raumweise Versorgung ist oft der realistische Mittelweg: nicht alles im Hauptverteiler, aber auch nicht jedes Gerät direkt am Spot.
- Dezentrale Versorgung reduziert die 24V-Lastleitungen, braucht aber bewusstere Planung von Gerätezugang, Wärme, Absicherung und Dokumentation.
- Controllerposition ergänzt die Netzteilplanung, ersetzt sie aber nicht.
- Eingangsspannungsbereich muss am entferntesten und am nächsten Spot geprüft werden.
7FAQ
Was bedeutet die Mindest-Eingangsspannung bei einem 24V LED Spot?
Die Mindest-Eingangsspannung ist die untere Grenze des Eingangsspannungsbereichs, den die interne Treiberschaltung des Spots zuverlässig verarbeiten kann. Solange die tatsächliche Spannung am Spot nicht unter diesen Wert fällt, arbeitet die Treiberschaltung stabil und hält LED-Strom, Helligkeit und Farbtemperatur konstant.
Wie lang darf ein 24V LED-Kabel sein?
Es gibt keine pauschale Maximallänge. Die zulässige Kabellänge hängt vom Strom, dem Kabelquerschnitt und der Mindest-Eingangsspannung der verwendeten Spots ab. Bei 4 × 8W und 1,5 mm² Querschnitt sind 15 Meter in der Regel unkritisch. Bei mehr Spots oder längerer Leitung sollte der Querschnitt erhöht oder die Last aufgeteilt werden.
Welcher Kabelquerschnitt ist für 24V LED Spots sinnvoll?
Für die meisten Wohninstallationen mit moderater Leitungslänge bis etwa 10m und normaler Spot-Anzahl reicht 1,5 mm². Bei längeren Strecken oder vielen Spots pro Strang empfiehlt sich 2,5 mm². Der Querschnitt muss immer auf den Gesamtstrom des Strangs ausgelegt werden, nicht nur auf einen einzelnen Spot.
Warum werden 24V LED Spots am Leitungsende dunkler?
Am Ende einer langen Leitung ist der Spannungsabfall am größten. Bei einfachen LED-Modulen ohne interne Regelung führt das direkt zu geringerer Helligkeit. Bei TILLUME LED Spots bleibt die Helligkeit stabil, solange die Spannung nicht unter die Mindest-Eingangsspannung fällt.
Hilft eine interne Treiberschaltung gegen Spannungsabfall?
Die interne Treiberschaltung beseitigt den Spannungsabfall nicht. Sie kompensiert die Auswirkungen innerhalb eines definierten Eingangsspannungsbereichs. Der Spannungsabfall auf dem Kabelweg existiert also weiterhin, aber der Spot leuchtet innerhalb seines Arbeitsbereichs gleichmäßig.
Brauchen 24V LED Spots einen Trafo oder ein Netzteil?
TILLUME 24V LED Spots benötigen ein 24V-DC-Netzteil und können nicht direkt an 230V angeschlossen werden. Im deutschen Markt werden "Trafo" und "Netzteil" im Alltag oft ähnlich verwendet. Entscheidend sind die technischen Daten: stabile 24V DC, ausreichende Leistung mit etwa 20% Reserve und passende Steuerung über Controller oder Dimmer.
Zentrale oder dezentrale 24V-Versorgung – was ist besser?
Beides kann richtig sein. Entscheidend sind die Länge der 24V-Leitungen hinter Netzteil, Dimmer oder Controller-Kanal, die Last pro Kreis, der Kabelquerschnitt, Wartung, Wärme, Absicherung und die messbare Spannung am ungünstigsten Spot.
Sternförmige Verdrahtung oder lange Linie?
Eine sternförmige Verdrahtung oder mehrere kurze Abgänge sind oft besser, wenn die Spannung an mehreren Spots möglichst gleichmäßig bleiben soll. Eine lange durchverdrahtete Linie kann größere Spannungsunterschiede erzeugen. Wichtig: Die Spots werden weiterhin parallel an 24V DC versorgt.
Gilt das Gleiche auch für 24V LED-Streifen?
Ja, die physikalischen Grundlagen sind identisch: Leitungslänge, Strom, Kabelquerschnitt und Einspeisepunkte bestimmen den Spannungsverlust. Bei LED-Streifen tritt der Spannungsabfall zusätzlich entlang des Streifens selbst auf, was bei langen Abschnitten zusätzliche Einspeisung erforderlich machen kann.
8Was als Nächstes lesen?
Möchten Sie konkrete Beispiel-Konfigurationen sehen?
Der nächste Praxisartikel sammelt typische Räume, Spot-Anzahlen, Leitungswege, 24V-DC-Netzteile und DALI DT8 Controller als nachvollziehbare Planungsbeispiele.
S1-05-01 Praxisbeispiele öffnen9Weitere Artikel der 24V LED Spot Ratgeber-Serie
Spannungsabfall ist nur ein Teil der Planung. Die folgenden Artikel helfen bei den nächsten Fragen: Spot-Auswahl, Lichtqualität, Tunable White, Dimmung und Integration in KNX, DALI oder Loxone.
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| Ich weiß nicht, ob 4W, 6W oder 8W ausreichen. | S1-03. TILLUME LED Spot 4W vs 6W vs 8W |
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| Ich plane längere 24V-Leitungen und Spannungsabfall-Reserve. | S1-05. Aktueller Artikel: Spannungsabfall bei 24V LED-Systemen |
| Ich möchte Dimmung, PWM, DALI, KNX und Loxone richtig einordnen. | S1-06. 24V LED Spot dimmen: DALI, KNX, PWM und Loxone |
| Ich möchte LED Module und Leuchtengehäuse korrekt kombinieren. | S1-07. 24V LED Spot Modularsystem & Leuchtenwahl |
| Ich nutze KNX und MDT Komponenten. | S1-08. 24V LED Spot mit MDT KNX Aktor |
| Ich nutze DALI oder DALI-2. | S1-09. 24V LED Spot mit Lunatone DALI |
| Ich nutze Loxone. | S1-10. 24V LED Spot mit Loxone |